Nachdem ich mir 2025 zum 50. Geburtstag endlich den Wunsch erfüllt habe, eine mehrtägige Reise mit dem Motorrad zu unternehmen, stand für mich fest: Das war großartig und so reist du noch öfter.
Für 2026 hatte ich also ähnliches im Sinn. Anfang des Jahres zerbrach meine Beziehung und ich haderte mit meinen Reiseplänen. Mein reiseerprobter Freund riet mir: „Fahr allein los, fahre den TET. Das wird cool.“ Allein reisen ist sicher eine wichtige Erfahrung, nur hatte und habe ich etwas Angst, mit der dicken BMW allein auf eine Offroad-Tour zu gehen. Und überhaupt – ich möchte meine Eindrücke teilen, abends den Tag resümieren und dabei ein Bier oder ein Glas Wein trinken.
Wie das Leben so spielt, lernt man jemand kennen. Wenig Erwartungen, weil immer noch die Träne im Knopfloch, aber irgendwie entwickelt sich ein sympathisches Gespräch – und es gab ein mutiges Angebot: „Was hältst du davon, wenn ich dich begleite? Ich habe Urlaub, nichts geplant und richtig Lust drauf.“
Einfach so drauf los? Keine gemeinsame Motorraderfahrung? Was soll das werden? Nach einer kurzen Proberunde um den Block war ich hin- und hergerissen, aber wollte einfach optimistisch sein. Also Packtasche vorbeigebracht und den Start verabredet.
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1. Etappe von Zorbau nach Harburg (Schwaben)
Die Vorbereitung der Tour verlief etwas holprig. Die geplante größere Testtour für das „Reise-Team“ fiel der Sommerhitze zum Opfer und das Vorbereiten des Bikes war eher ein Kaputtreparieren des Motorrades. Hier ein riesiges Dankeschön an meine EGSAS-Werkstatt, die mein Motorrad geflickt und den Kardan-Endantrieb wieder dicht bekommen hat. Also Start am 13.07.26, um 8.30 Uhr […]
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2. Etappe von Harburg nach Fendels im Kaunertal
Gut geschlafen, gut gefrühstückt ging es wieder auf Tour. Geplant waren rund 300 km mit Endstation in den „richtigen“ Bergen. Bei mir machte sich wieder ein mulmiges Gefühl breit, ob wir als Team funktionieren und ich die Fuhre auch beherrsche, wenn es steil wird und die Kehren immer enger werden. Mit dem Blick auf der […]
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3. Etappe Vom Kaunertal zum Iseosee
Diese Etappe war nach meiner Erwartung die fahrerisch größte Herausforderung. Reschenpass und Stelviopass waren mir durch zahlreiche Fotos und Videos schon ein Begriff. Die Streckenlänge war mit ca. 250 km daher auch nicht allzu lang geplant. Wir starteten mit einem sorgenvollen Blick in den Himmel. Der Wetterbericht sagte für heute schwere Gewitter in Norditalien vorraus. […]