Am 17.7.26 hieß es schon Abschied von der schönen Pension „Garni Marika“ zu nehmen. Wir wären so gern länger hier, in den Bergen oberhalb des Gardsees, geblieben. Leider ließ dies unser Zeitplan nicht zu.
Die letzten beiden Tage gab es ständig Unwetterwarnungen vor schweren Gewittern in Norditalien. Bisher haben wir nur hier und da eine Regenhusche abbekommen. Gegen 6.00 Uhr wurden wir dann durch Stühle und Tische geweckt, die durch starke Windböen über die Balkons flogen. Zum Glück hatten wir unsere Motorradsachen abends wieder ins Zimmer geholt. Nach einer Stunde war der Spuk vorbei. Unsere Zimmer blieben verschont und gegen 8.30 Uhr konnten wir wieder bei Sonnenschein und tollem Ausblick auf der Terrasse frühstücken.

Danach ging es wieder aufs Bike, die Serpentinen zum See hinab und am Ufer des Lago nach Norden. Unsere Planung sah 310 km und knapp 8.000 HM vor. Durch Limone und Riva ging es kurvig bergauf Richtung Tennosee.

Durch das bergige Trentino ging es vorbei am Molvenosee Richtung Meran. Die Strecke war abwechslungsreich, teilweise durch Städte, und der fahrerische Anspruch hielt sich in Grenzen.


Als wir gegen 16:30 Uhr Meran hinter uns ließen und merkten, dass wir außer einem Eis nichts gegessen hatten, machten wir Rast in Rifiano.



Ein Imbiss an der Straße servierte tolle, knusprige Baguettes (leider zu knusprig für einen Zahn, der abbrach), und wir überlegten, ob wir wegen der fortgeschrittenen Zeit nicht den Jaufenpass auslassen sollten. Nach den tollen Eindrücken der letzten Tage wollten wir uns diese Erfahrung nicht entgehen lassen. So fuhren wir aus der Hitze des Trentino in die Südtiroler Berge. Die Entscheidung war richtig, und wir wurden mit einer super Straße und herrlicher Bergwelt belohnt.


In Sterzing holte uns dann leider der Regen ein und begleitete uns – mal mehr, mal weniger stark – bis Innsbruck.
Wir folgten parallel der Brennerautobahn bis Matrei am Brenner, wo wir die tolle Innenstadt bewunderten und dann Richtung Osten, Innsbruck streifend, unser vorletztes Nachtlager in Gnadenwald ansteuerten.
Relativ spät und erschöpft kamen wir erst nach 20.00 Uhr im „Alpenhotel Speckbacher Hof“ an. Leider waren wir im Nebenhaus, ein paar Kilometer entfernt, untergebracht. Wir mussten also unser Abendessen direkt noch in Motorradklamotten zu uns nehmen. Das Essen war landestypisch zünftig und lecker und wir waren dadurch mit der Unterbringung versöhnt. Trotz des Regens zum Schluss der Etappe war es wieder ein herrlicher Urlaubstag.



