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4. Etappe Vom Iseosee zum Gardasee

Nachdem wir mit unserer Bleibe am Iseosee nicht wirklich glücklich waren – zu viel Touri-Bunker und zu wenig italienisches Flair, entschieden wir uns, den Ruhetag zu opfern und weiterzureisen. Booking lockte mit einer günstigen Pension am Gardasee. Nur 130km sollten keine Hürde sein und wir würden ab Mittag am Lago verweilen. Wie wir uns irren sollten! Wir wussten nicht, welche fahrerischen Herausforderungen auf uns zukommen sollten, aber auch nicht, welche landschaftliche Schönheit diese Etappe uns bieten würde.

Nach einem Frühstück auf der Hotelterrasse verließen wir Predore, am Westufer des Iseosees Richtung Norden und konnten nun auch bei bestem Wetter die Schönheit des Sees genießen, die uns der Regen am Vortag verwehrt hatte. Am Nordufer des Lago d’Iseo ging es ab dem Ort Pisogne, Richtung Osten wieder in die Berge.

Video: Abschied vom Iseosee

Uns begrüßten wieder kleine, leere Bergstraßen und die Fahrt mit der GS war ein Traum. Passo di Passobocche (1.297 mNN) und Colle San Zeno (1.418) waren dabei die höchsten Wegpunkte zum Idrosee. Die Kurviger App bot uns dieses Mal ein paar Umwege, die mich fahrerisch an die Grenzen brachten.

Video: Wilde Fahrt auf Abwegen bei Pontasio

Am Colle San Zeno rasteten wir im Rifugio Piardi und genossen typisch italienische Nudeln bei herrlichster Aussicht.

Den Idrosee ließen wir nur schnell links liegen, denn eins war uns zu diesem Zeitpunkt schon klar – auf dieser Strecke waren die 130 Kilometer eine Tagestour und nicht in 2 Stunden erledigt.

Nach Idro ging es weiter auf kleinen Bergstraßen Richtung Gardasee. Über den Passo San Rocco fuhren wir durch kleine Bergdörfer weiter ostwärts. Oft sprachen wir abwechselnd ins Intercom: „Schau doch mal, wie herrlich das hier ist“.

Gegen Ende der Etappe gab es noch einmal ein Highlight. Die Fahrt durch die Schlucht Torrente Toscolano mit dem Stausee Lago di Valvestino war ein absolutes Erlebnis.

Video: Fahrt entlang des Lago di Valvestino

Kurz nach 16.00 Uhr erreichten wir reichlich erschöpft unsere Pension. Hier: Eine absolute Empfehlung. Große, gut ausgestattete Zimmer und herrlicher Blick über den Gardasee.

Dusche und kurze Pause und wir setzten uns noch einmal auf’s Motorrad und fuhren hinunter zum Lago nach Gargnano. Der Ort war mir bist dato noch kein Begriff, bietet aber tolles Flair und bot uns ein typisches Gardasee-Abendbrot: Leckere Pizza, Aperol Spritz und das auf der Seeterrasse – herrlich!

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